Ethnische Gruppen und Religion
Wie in vielen Ländern unterliegt auch die Zusammensetzung der Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik den politischen und historischen Hintergründen. Die Ursprungsbevölkerung der Zentralafrikanischen Republik waren die Pygmäen. Die sind aber heute nur noch zu einem kleinen Anteil in der Bevölkerung zu finden. Die Bevölkerungszusammensetzung unterscheidet sich heute nach Regionen des Landes.
Im Süden der Zentralafrikanischen Republik sind überwiegend die Bantu, die so genannte Ngalagruppe, zu finden. Hier sind rund 19 Prozent der Bevölkerung Ngbandi, die durch Gbakka, Lissongo, Yakoma sowie Banziri als weitere Bevölkerungsgruppen des Südens ergänzt werden.
Im Norden der Zentralafrikanischen Republik sind sahelo-sudanische Stämme sehr häufig zu finden. 21 Prozent der Bevölkerung werden hier durch die Banda ausgemacht. Weitere 21 Prozent der Bevölkerung werden durch die Mbandja, die Sara sowie die Nilotide, insbesondere Runga gestellt. Im Osten des Landes bestehen rund 15 Prozent der Bevölkerung der Gegend aus Azande-Völkern. Hier sind in den Urwaldregionen auch noch die Ureinwohner, die Pygmäen verstärkt zu finden. Besonders in den Städten sind auch einige Tausend Europäer zu finden, zum größten Teil sind dies Franzosen.
Die Regenwaldgebiete sowie die Trockensavanne sind fast komplett menschenleer. Die Siedlung der Bevölkerung ist überwiegend an den wichtigen Wasserwegen im Land zu finden. Rund 55 Prozent der Bevölkerung sind Angehörige von indigen Religionen, etwa 30 Prozent sind Christen. Dazu kommen ca. 15 Prozent Muslime, die besonders im Norden, Osten sowie Nordwesten verbreitet und hauptsächlich Sunniten sind.